Tanners Abgang
Inhalt: Lieber Leser 2
Worte an Herrn Tanner 2
Tanners Auftritt 3
Der Sturz 6
Was lachen sie? 7
Kojak 8
Moni 9
Geld her 11
Die Knarre 13
Die Rache 14
Tod 21
Tanner im Himmel 22
Schlusswort 23
Credits 23
Spezieller Dank 24
Lieber Leser
Dieser Text sollte bitte nicht allzu wörtlich genommen werden! 95% dieses Textes sind erfunden und haben nie so stattgefunden. Personen, die sich irgendwie verletzt fühlen, seien zwei Dinge gesagt: 1. Ist dieser Text mit viel Humor zu nehmen. 2. Wenn Sie sich immer noch verletzt fühlen, dann fragen Sie nicht ihren Arzt oder Apotheker, sondern arbeiten Sie an ihrer Erziehung.
Worte an Herrn Tanner
Sehr geehrter Herr Tanner
Diesen Text hätten wir sicher nicht geschrieben, wären wir nicht ganz sicher gewesen, dass Sie diese Art von schwarzem Humor (vielleicht ist dieser Humor sogar DERB schwarz) verstehen.
Viele gebrüllte Grüsse
David Novak und Bernhard Wüthrich
Tanners Auftakt
Es begann an einem Mittwoch Morgen. Ralph Tanner, seines Zeichens Deutschlehrer, schlich in sein Unterrichtszimmer. Gemischte Gefühle plagten ihn, da er wusste, dass er eine erste Klasse zu unterrichten hatte. Er trat ein, und sah sofort mit seinem geschulten Auge, dass die Klasse nicht gerade gross war. "Gut", dachte er, "da kann sich niemand verstecken, und ich kann sie besser plagen." Er griff nach einem Stück Kreide, und schmierte seinen Namen an die Tafel. Daraufhin drehte er sich langsam um und starrte genüsslich in die ängstlichen Augen seiner neuen Opfer. "Hmmm, keine Schönheit dabei", dachte er sich und grinste gebieterisch über die Köpfe der hilfesuchenden Schüler. Aus einer undefinierbaren Ecke vernahm er die Worte: "Oho, ein kleiner Fetter, haha." Gekicher machte sich breit. Daraufhin donnerte Tanner: "Ich will Disziplin!" Und er schlug mit seiner Faust auf den Tisch, dass die Wände wackelten! Tanner erschrak selbst bei dieser Aktion, und konnte nur schwer einen Schrei des Schmerzens unterdrücken. Er versuchte seine schmerzende Hand hinter seinem Rücken zu verbergen. Zu seinem Unglück musste er feststellen, dass ein Schüler zu seiner Rechten dies bemerkte, und in schallendes Gelächter ausbrach. "Oha", dachte Tanner, "eine Note Abzug!" Mit immer noch schmerzender Hand verkündete er, dass er mit Grammatik beginnen werde. Ein tiefes Raunen erfüllte den Saal und ein seltsamer Bursche mit einer Baseballmütze fing an zu protestieren: "Nee, das können se doch nich machen in der erstn Stunde!" Dieser Halbstarke redete so ein seltsames Deutsch, dass Tanner zuerst glaubte, er hätte das Zimmer verwechselt, und hier wäre der Russischunterricht. Doch Tanner fing sich wieder. "So! Ruhe jetzt! Fangen wir an. Was ist der Genitiv, des dritten Grades der Parabel auf lateinisch? Du da!" Und er zeigte auf den Baseballmützenkerl." Äh, könnten se die Frache noch mal wiedrholn?" "Hmmm, nein das ist mir zu mühsam", antwortete Tanner, "also, wer weiss die Antwort? Niemand??? Die Antwort lautet 'Gloria in superbum es'." "Warten se mal. Woher solln wer denn des wissen", laberte der Baseballkerl. Tanner wurde es ein wenig schwarz vor den Augen, wusste aber noch, wer er war, und das schien ihm ein gutes Zeichen zu sein. "Erstmal nehmen sie den Kaugummi aus dem Mund, klar?!" antwortete Tanner, und hoffte so ein wenig Zeit zu gewinnen, um diesem Dilettanten eine Antwort zu geben. Aber da hatte er sich mit dem falschen angelegt. Die Antwort kam sofort: "Wissen se, das is kein Kaugummi, das is en Hustenzeltle, ne!" Tanner hatte Mühe einen Wutschrei zu unterdrücken, aber schlussendlich schaffte er es gerade noch. Er ignorierte ihn, und fuhr fort. Am Ende der Stunde verkündete er, dass er jetzt ein Foto von der Klasse mache, um sich die Namen schneller einzuprägen. Irgend jemand mit hoher Stimme flüsterte: "Immer das gleiche mit diesen Lehrern, studieren, haben aber ein Hirn wie ein Sieb." Tanner hörte dies und konterte: "Warten sie nur, bis sie so alt sind wie ich (20), dann werden wir ja weitersehen." Nach dem Fototermin entliess er die Klasse, und hörte, wie sie, kaum draussen, anfingen zu schimpfen und zu fluchen…
Der Sturz
Als es Weihnachten wurde, war Tanner so derprimiert wie noch nie. Gerade letztes Wochenende schlug das Schicksal zu… Bei der Europameisterschaft im Hallenrugby riss er sich eine Fusssehne, gerade als er dabei war, durch die gegnerische Verteidigung zu preschen und das Siegestor zu erzielen. Er rannte den letzten Verteidiger um. Doch der Ball glitt ihm aus der Hand, und fiel ihm vor die Füsse – als er aufwachte fand er sich im Krankenhaus wieder. Als der Arzt kam, sagte ihm dieser, dass er bis Dienstag liegenbleiben müsse, und erst dann wieder arbeiten könne. Tanner stönte, und fragte, ob er nicht einen Monat lang liegenbleiben könne.
Was lachen sie?
Es wurde Mittwoch und Tanner kam mit einer Beinschiene in die Schule, die sein Fussgelenk stabilisieren sollte. Gerade wollte er um die letzte Ecke biegen, hielt aber gerade noch inne – dachte kurz nach – ging in's Lehrerzimmer und trank einen kräftigen Kaffee. Als es läutete seufztete er und ging zu seinem Zimmer. Als ihn seine lieben Schüler sahen, brachen sie in lautes Gelächter aus. "Was lachen sie?" fragte er mit bösem Blick. Kaum hatte er seine Frage fertigartikuliert, mussten die Schüler nocheinmal entsetzlich lachen. Als sie ihn fragten was ihm zugestossen sei, sagte er, er wäre auf Glatteis ausgerutscht, eine 10 Meter lange Treppe hinuntergefallen und wäre anschliessend noch von einem Lastwagen angefahren worden. Die Schüler überlegten eine Weile und brachen schliesslich ein drittes mal in höllisches Gelächter aus.
Kojak
Kurz vor Ende des Semesters fing es an zu schneien. Tanner hatte schon um 11 Uhr Schule. Diesen morgen kam er mit seinem Pferd Kojak in die Schule. Dieses gut trainierte Pferd hatte er von seinem enormen Lehrerlohn gekauft. Als er ankam, parkierte er Kojak im Fahrradständer… Er ging langsam auf das Hauptgebäude zu und hoffte, dass die ganze Klasse krank sei. Doch plötzlich hatte er einen Schneeball im Gesicht. Er fing an zu brüllen über dies und jenes. Dann ging er weiter in die Mensa. Dort angekommen holte er sich einen Kaffee, setzte sich mit einem zufriedenen Seufzer hin und stellte die Tasse vor sich auf den Tisch. Er war glücklich – etwa 30 Sekunden lang, denn dann kam einer der Bauarbeiter, der die Mensa umbauen sollte und fing an, mit seinem Presslufthammer einen ohrenbetäubenden Lärm zu machen. Ein Mitglied der Schulleitung gesellte sich zu ihm und begann von dieser himmlischen Ruhe zu schwärmen, die ihn hier immer erwarte (Er war taub.) In diesem Augenblick zerbrach etwas in Tanner (Wir formulieren das mal gemäss Zündels Abgang). Er lief rot an – ärgerte sich über die Menschheit und "rannte" ins Zeichnungszimmer.
Moni
Tanner erreichte das Zeichnungszimmer nach dem langen Aufstieg in den 3. Stock. Er betrat den riesigen Saal und erspähte einen Zeichnungslehrer, der fasziniert vor einem grossen Bild stand. Tanner ging zu diesem Herrn und fragte ihn ganz interessiert, wie das Bild heisse. Der Zeichnungslehrer schnappte nach Luft und stotterte: "Wissen se das denn nich?" "Hmmm – äääh – hmmm – nein." antwortete Tanner. Der Zeichnungslehrer brüllte Tanner an: "Das ist die Mona Lisa von da Vinci!!!" Tanner konterte: "Wieviel kostet eigentlich diese Öl-Scheisse???" Der Zeichnungslehrer rannte weinend aus dem Zimmer. Tanner betrachtete das Gemälde eine Zeit lang. Dann schüttelte er den Kopf und nahm ein Stück Kohle vom Lehrerpult. "Dieser Moni fehlt das gewisse etwas", sagte er. Nach einigen Minuten war er fertig. Zufrieden und mit einem diabolischen Lächeln auf den Lippen stapfte er aus dem Zimmer und lief zum Fahrradständer. Der Zeichnungslehrer, dem es inzwischen wieder besser ging, kehrte in sein Zimmer zurück. Er trat ein – schaute auf das Bild – wurde bleich – kehrte sich um und fiel wegen eines Ohnmachtsanfalles die Treppe hinunter und war tot. Der Moni war ein Bart gewachsen! Tanner schwang sich auf Kojak und gurkte mit ihm in den Sonnenuntergang.
Geld her
Am Ende des Semesters hatte Tanner die Nase endgültig voll. Er hatte genug, von den Schülern, den Kollegen und von der Mensa. Nun begann er seinen Abgang zu planen. Zuerst musste er sich eine Schusswaffe beschaffen. Dabei ging Tanner nach dem Motto "je grösser, desto besser" vor. Da er aber kein Geld mehr hatte, Kojak hatte halt ziemlich viel gekostet, musste er sich die Scheinchen besorgen. Er setzte also einen bösen Blick auf, und marschierte in eine Bank hinein. Am Schalter brummte er "Geld her", und bedrohte den Bankangestellten mit seinem Kugelschreiber (Das war das einzige, was er bei sich hatte.) Tanner war das sehr peinlich, da er dachte, dass der Bankangestellte gleich in schallendes Gelächter ausbrechen würde. Aber weit verfehlt: "Wieviel wollen Sie den?" fragte der Bankangestelle. "Ähmm – 500'000 wären angemessen", brummte Tanner und konnte es gar nicht glauben, dass sein Gegenüber "Sofort", antwortete, "wollen Sie eine Papiertüte?" "Ja gerne", antwortete Tanner, "Und bitte in kleinen Scheinen." "Sehr wohl der Herr", antwortete der Bankangestellte, verpackte das Geld in ein paar Taschen und gab es Tanner. "Warum wehren Sie sich eigentlich nicht?" fragte Tanner. "Wissen Sie", sagte der Angestellte, "ich habe schon von Ihnen gehört. Sie sollen ja ein ganz gefährlicher Hallenrugbyspieler sein. Sie sollen ihren Gegner mit vorliebe ein Bein stellen, oder sie mit intellektuellen Ausdrücken wie 'Ätsch Bätsch', 'Du bist viel blöder als ich' und 'Ich hole meinen grossen Bruder' bedrohen. Ausserdem haben Sie, wie ich sehe, jede Menge Muskeln", und er deutete auf Tanners Fettpolster (UM HIMMELS WILLEN BLOSS NICHT ERNST NEHMEN). "Jaja, höhöhö, das sind ganz viele Muskeln," brummte Tanner in seiner tiefstmöglichen Stimmlage. "Ausserdem", fuhr der Angestellte fort, "hat die Schweiz eh saumässig viel Geld. Kommt es da dann auf ein paar Millionen an? Eben. Guten Tag der Herr." Tanner schritt zufrieden aus der Bank, und stürmte in ein Waffengeschäft.
Die Knarre
Dort angekommen verlangte er einen Raketenwerfer. Der Verkäufer dachte zunächst, dass er sich verhört habe, und sagte Tanner, dass er spinne, da das ein Geschäft für Handfeuerwaffen wäre. Als Tanner aber seinen Kugelschreiber zog, und den Verkäufer damit bedrohte, musste der Verkäufer einlenken. Was Tanner jedoch nicht wusste war, dass der Verkäufer auch "Zündels Abgang" gelesen hatte. Also verpackte er Tanner ein riesiges Stück Gips. Er übergab das Paket Tanner, und kassierte 350'000 Franken. Zuhause angekommen packte Tanner aus – wurde bleich – schluckte – bekam Schluckauf – rannte zum Lavabo – lief blau an, und kotzte das ganze Becken voll. In dieser dramatischen Situation beschloss er, sich an dieser übelriechenden Welt (er schaute ins Lavabo) zu rächen.
Die Rache
Als es Samstag wurde, kam Tanner mit einem Cellokasten in die Schule. Nebst seinem Stück Gips hatte er allerlei "Dinge" und selbstgebastelte Maschinchen, welche er nach den Agenten 001–007 benannte. Als er in die Mensa kam, blieb er unbeweglich stehen und schaute mit halb geschlossenen Augen langsam hin und her. Er überlegte eine Weile, und schritt dann breitbeinig auf die Mensatheke zu. Diesen Auftritt hatte er zu Hause lange vor dem Spiegel geübt. Die Frau an der Kasse sah ihn, schluckte und fragte ihn, was er wolle. "Geld" sagte er. Die Frau überlegte und sagte, sie habe vergessen, wie die Kasse funktioniere. Da konnte Tanner abhilfe verschaffen, er sagte: "Zurücktreten!" Und öffnete den Cellokasten. Die Kassiererin schaute ihm zu und fiel in Ohnmacht. Tanner zückte Agent 001, ein kleines Fläschchen, mit hochkonzentrierter Salzsäure. Er goss den Inhalt (1,5 Liter) auf die Kasse und schaute mit einem lächeln auf dem Gesicht zu, wie die Kasse immer kleiner wurde. Doch Tanner hatte sich verschätzt, denn nicht nur die Kasse schwand dahin, sondern auch das Geld, der Kassenboden, und schliesslich fing das Wässerchen an, die Theke anzuknabbern… Tanner konnte sich kaum halten vor lachen und ging schliesslich mit einem bösen Blick in die Mediothek. Wiederum öffnete er den Cellokasten, um ein Feuerzeug und einen selbstgebastelten Flammenwerfer herauszunehmen. Er zündete den Flammenwerfer und liess die Flammen züngeln… Die Mediothekarin rannte kreischend auf Tanner zu, und schlug mit der "Enzyklopedia Britannica" (ca. 2'000 Seiten) auf Tanner ein. Er legte den Flammenwerfer beiseite und zog sein Gipsstück – nach einem kleinen Schlägchen sank die Mediothekarin zu Boden – Tanner lachte, liess den Flammenwerfer liegen und begab sich in den Computerraum. Als er ankam, öffnete er den Cellokasten. 003 hatte er zu hause vergessen – 004 war ihm zu langweilig, also griff er sich 005. Er schlug mit seinem stahlverstärkten Baseballschläger in die Bildschirme der Macs, dabei brüllte er immer wieder aus Leibeskräften: "Diese verdammten Macs, ich mach sie fertig! Ich mach sie fertig!" Daraufhin begab er sich zum nächsten Robidog-Kasten. Er plazierte 006 (Hochbrisanzsprengstoff) in einem Säckchen, warf es ein und rannte wie bekloppt davon. Plötzlich hörte Tanner einen laute Stimme: "Halt!" brüllte ein Polizist. "Jetzt ist's aus", dachte Tanner und lief auf die beiden Polizisten zu. "Wissen sie wo sich der Fahrradständer befindet?" fragte der Polizist. "Wir müssen hier einige Fahrräder beschlagnahmen." Tanner überlegte und deutete mit einem Finger in die Richtung, "Da." flüsterte er. Im gleichen Moment ging die Scheiss-Bombe hoch. Wenige Sekunden später begann es "Exkremente" zu regnen. Einer fragte, ob das hier üblich sei, Tanner nickte stumm. Die Polizisten zogen von dannen, um die Fahrräder armer Schüler zu beschlagnahmen. Um nicht von den Exkrementen bekleckert zu werden, rannte er erneut in die Mensa, und schlug mit 007 zu. 007 war eine Kettensäge aus einem Selbstbaukasten für Anfänger. Er schüttete Unmengen von Benzin in seinen Tank und startete das Monster. Unter ohrenbetäubendem Lärm machte sich Tanner ans Werk. Zuerst waren Stühle und Bänke dran. Tanner war gerade gut in Schwung, also besuchte er noch die Küche und demolierte zahlreiche Holzgegenstände. Wieder in der Mensa angekommen, sägte Tanner noch ein paar Betonpfeiler an und entschied dann, noch der Aula einen Besuch abzustatten. Kurz vor der Aula machte Tanner halt, aber diesmal aus konditionellen Gründen. Die Kettensäge war eben sehr schwer... Tanner schnappte nach Luft und stellte die Kettensäge ab um zu rauchen (Rauchen gefährdet ihre Gesundheit. – Die EU Gesundheitsminister und die Autoren). Da kam ein Schüler angeprescht und wollte auch anfangen zu rauchen. Da er aber keine Zigarette dabei hatte, fragte er Tanner. "HÄSCH mer e Zigi?". Tanner, NOCH Lehrer, konnte es sich nicht verkneifen, und antwortete "Ja, ich habe IHNEN eine Zigi." Der Kerl bedankte sich, und zog ab. Tanner stand sprachlos da. "Dieser Depp hat nicht gemerkt, dass ich ein Lehrer bin. Was für ein Idiot! Ich sollte ihn auch gleich zersägen", dachte Tanner. Das hatte Tanner wieder ein wenig Energie gegeben und er machte sich auf zur Aula. Er trat ein und seufzte. Eine unglaubliche Stille umgab ihn und beinahe wäre Tanner eingeschlafen. Aber dann besann er sich und ging ans Werk. Er startete seine Kettensäge und begann, die Bühne auseinander zu nehmen. Es machte ihm einen Heidenspass, da die Parkettbalken so schön umherflogen. Als die Bühne nur noch ein jämerlicher Haufen Holz war, nahm er sich einige Stühle vor. Er schmiss die Stühle auf einen grossen Haufen und begann sauffliedersingend den Haufen anzusägen, als er genug hatte, zog er das unumgängliche Raucherutensil – sein Feuerzeug! Er legte eine Zündschnur in den Tank seiner Säge – zündete und rannte Hals über Kopf aus der Aula. Er hörte eine dumpfe Explosion. Als er durch die Scheiben die ersten Flammen züngeln sah, wanderte er gemütlich zum Lehrerzimmer, riss die Türe auf und brüllte: "Es brennt! Es brennt!!!" "ALARM, EIN SCHÜLER STÜRMT DEN LEHRERSTÜTZPUNKT. AN DIE WAFFEN", brüllte ein weisshaariger Mann, der offensichtlich ein General oder Diktator war. Die Lehrer reagierten blitzschnell, und ehe sich Tanner versah, schauten Tanner bereits ein Dutzend Gewehrläufe an. Tanner wurde böse, dass man ihn für einen Schüler hielt und stand langsam auf und öffnete seinen Cellokasten. Er hatte nie geglaubt, dass er ihn brauchen würde – Agent 999! Er blickte in die Gewehrläufe, öffnete die Büchse, ass einen Löffel, und noch einen. Er blickte vor sich auf den Boden und liess schliesslich krachend sein Darmgas ab... Die Lehrer schauten sich an, schnupperten etwas in der Luft und sprangen schliesslich einer nach dem andern aus dem Fenster (4. Stock). Tanner, immun gegen das eigene Gift, bediente sich grosszügig an Bleistiften und Büchern, welche er in seinem Cellokasten verstaute. Da nun seine Agenten aufgebraucht waren zog er eine grosse Flasche hochprozentigen, selbstgebrannten Schnaps. Auf der Etikette stand: "Ora et labora" Er trank einen Schluck und dann noch einen, er überlegte was er nun tun sollte. Um seine Gedanken richtig in Schwung zu bringen trank er noch ein paar Schlücke, so ungefähr die halbe Flasche. Dann lief er zum Fahrradständer. Unterwegs warf er die Bücher in die Aula, um das Feuer etwas zu nähren. Er blieb stehen und schaute in die Flammen, dabei trank er die Flasche leer. Tanner sah nun nicht mehr viel und spürte, dass der nächste Schluck ihn fällen würde. Er torkelte zum Fahrradständer, die beiden Polizisten waren immer noch dabei, die Fahrräder welche irgendwelche Mängel aufwiesen in ihren Lkw zu verladen. Tanner ging zu ihnen hin und schaute sie mit grossen Augen an: "Hä? Was macht ihr Schweinehunde denn hier?" Die Polizisten stellten sich vor ihm auf und befahlen: "Sie kommen jetzt mit ins Revier." (Wir formulieren das mal gemäss Zündels Abgang). Tanner musste plötzlich mal, und zwar ziemlich dringend. Er drehte sich um und rannte davon. Er bog in eine Seitengasse und übersah eine Kette, die auf Magenhöhe angebracht war. Sein Sturz muss fürchterlich gewesen sein. Nur: Was waren seine Schmerzen, verglichen mit seiner Scham, verglichen mit seiner Verzweiflung über den spontanen Abgang des Harns! Mit nassen Hosen kniete er auf dem Boden und erbrach sich. Und jetzt trafen auch seine Verfolger ein. Sie begutachteten das Häufchen Elend und schienen schnell zu merken, dass der Randalierer nichts weiter war als ein betrunkener Lehrer, der es aus begreiflichen Gründen eilig gehabt hatte. Immerhin tasteten sie ihn ab, leerten seine Taschen und studierten seinen Pass. "Aha, Tanner. Nun, ich schlage vor, dass sie den Bus nach Hause nehmen." Die beiden gingen von dannen. "Weisst Du, Lehrer sind nicht von dieser Welt", erklärte der eine Polizist dem andern." Die Schule hat eigene Gesetze, und jetzt komm. Laden wir noch ein paar Fahrräder auf." Tanner schaute den beiden nach, und schlich dann in die Turnhalle. Dort angekommen zog er sein Mal-Arsenal aus dem Cellokasten, und beschmierte die Wände mit Sprüchen wie: "Tanner for President", "Ich krieg euch alle!" und "Lasst mich in Ruhe." Er raste aus der Turnhalle, zur Baustelle dahinter.
Tod
Tanner erblickte mit seinen scharfen Augen eine noch flüssige Zementdecke. Er spurtete über den flüssigen Zement. In seiner Jugend galt dies als grosse Mutprobe. Doch "leider" hatte er in der Zwischenzeit ein "wenig" an Gewicht gewonnen und an Schnelligkeit eingebüsst. Tanner begann zu sinken. Ein Lehrling sah ihn und benachrichtigte umgehend seinen Chef. Als dieser ankam, war Tanner bereits bis zu den Hüften im Zement versunken. Der Chef schaute Tanner eine weile lang an, und sagte schliesslich: "Ach, den kenne ich, der bleibt drin." Tanner schaute verdutzt empor und erkannte den Vater eines Schülers… Tanner blickte gegen Himmel, bis ihm die Luft ausging…
Tanner im Himmel
Tanner klopfte an die grosse Türe, die sich vor seinen Augen befand. Petrus öffnete und rief: "Was? DU hier?" und er schlug sogleich die Türe wieder zu. Petrus drehte sich um und rannte zum Herrn. "Herr! Herr! Er ist da! Er ist es wirklich! TANNER ist hier!" "Was? Tanner? Mist, das muss ein Buchungsfehler sein!" entgegnete der Herr. "Aber wir müssen ihn aufnehmen – leider, lass ihn rein." Petrus ging zur Türe und öffnete langsam. Tanner stürmte herein und brüllte: "So, ihr verdammten, kleinen, penetranten Nichtstuer, jetzt bin ich euer Boss!!!" Da die armen Himmelsbewohner nichts böses tun durften, begann nun das Gewaltregime Tanners. Doch was Tanner alles im Himmel trieb gehört in einen andere Geschichte…
Schlusswort:
Und was will und dieser Text sagen?
"Tanner – sorry: HERR Tanner – KOMMEN SIE ZURÜÜÜÜCK!!!"
Credits:
Idee:
Bernhard Wüthrich
David Novak
Autoren:
Bernhard Wüthrich
David Novak
Grammatik- und Rechtschreibprüfung:
MS® Word 97
Französische Übersetzung:
Kleiner Scherz am Rande…HAHA!
Umschlaggestaltung:
David Novak
Benutzte Werkzeuge:
MS® Word 97
Ulead® PhotoImpact 4.0
Papier und Bleistifte
Hirn
Hände
Spezieller Dank:
Geht an Daniel Sokic für seine kostenlose zur Verfügungstellung seines Deutschakzents.
Ebenfalls speziell erwähnen möchten wir auch unseren lieben Klassenkollegen, die uns in deprimierenden Phasen aufgemuntert haben, und uns so lange genervt haben, wir sollten den Text Herrn Tanner schicken, dass wir möglichst schnell diese Quälgeister loswerden wollten, und so vorwärtskamen (mal wieder ein Scherz ;-).
Der letzte Dank gilt denen, die uns lieben und besonders denen die uns hassen, dass Sie ohne uns in den Zwischenstunden und in der Freizeit ausgekommen sind. Mögen wir reich und berühmt mit diesem Text werden (*hust*), und Ihnen dann auf die Nerven fallen, damit sie merken, wie schön sie es ohne uns hatten ;-)))))